Flexstrom und Biomethan-Hub: Sieben Familien, ein gemeinsames Netz

Wer heute durch Reken im westlichen Münsterland fährt, sieht auf den ersten Blick das, was die Region seit jeher prägt: landwirtschaftliche Betriebe, Felder und mehrere Biogasanlagen. Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass hier etwas Besonderes entsteht. Denn sieben Betreiberfamilien haben sich entschieden, ihre Anlagen nicht länger nur einzeln weiterzuentwickeln. Gemeinsam bauen sie ein Rohgasnetz auf, das ihre Standorte verbindet – und schaffen damit die Grundlage für eine zentrale Biomethanaufbereitung.

Es ist ein Schritt, der Mut verlangt. Jede Familie bringt ihr eigenes Biogas in das gemeinsame Netz ein. Künftig wird das Rohgas über rund 20 Kilometer Leitung zur zentralen Aufbereitung auf der Anlage der Familie Benning transportiert. Dort entsteht ab 2027 Biomethan, das anschließend in das Netz der Thyssengas eingespeist wird.

Die Idee dahinter ist ebenso einfach wie konsequent: Bestehende Biogasanlagen sollen auch künftig ein verlässlicher Bestandteil der Energieversorgung bleiben – mit einem zusätzlichen Standbein. Denn die Blockheizkraftwerke verschwinden nicht. Sie werden weiterhin dann Strom erzeugen, wenn er gebraucht wird, und gleichzeitig Wärmenetze in der Umgebung versorgen. Für viele Einrichtungen und Haushalte in der Region bleibt diese Wärme ein wichtiger Baustein der lokalen Energieversorgung. Biomethan erweitert dieses Konzept und eröffnet den Betreiberfamilien neue Vermarktungsmöglichkeiten.

Ein gemeinsames Projekt braucht gemeinsame Spielregeln

Sieben Familien, sieben Anlagen und künftig ein gemeinsames Gasnetz – das funktioniert nur, wenn alle Beteiligten jederzeit nachvollziehen können, was im Netz passiert.

Wer speist welche Gasmenge ein? Welche Qualität hat das Rohgas? Welche Mengen werden an welcher Stelle entnommen? Und wie lässt sich all das transparent dokumentieren?

Diese Fragen standen schon früh im Mittelpunkt der Planung. Gemeinsam mit PlanET Biogastechnik entstand deshalb ein Messkonzept, das den gesamten Verbund berücksichtigt. PlanET plante und entwickelte unter anderem auch die Container, in denen die Gasanalysesysteme untergebracht sind.

So wurden die Voraussetzungen geschaffen, um alle Messstellen dauerhaft zuverlässig betreiben zu können.

Messtechnik, die Vertrauen schafft

Im gesamten Netz übernehmen 13 AwiFLEX XL-Gasanalysesysteme diese Aufgabe. Sie sind an den entscheidenden Punkten des Rohgasnetzes installiert und überwachen kontinuierlich die Gasqualität von CH4, CO2 und O2, sowie diskontinuierlich die Werte für H2S im Messbereich von 0…20 ppm. So sorgen die AwiFLEX XL dafür, dass das gemeinsame Gasnetz und die nachgeschaltete Anlagentechnik und Verbraucher zuverlässig vor unzulässigen Schwefelkonzentrationen geschützt werden.

Doch ihre eigentliche Aufgabe geht weit darüber hinaus. In einem Verbund wie diesem werden Messwerte zur gemeinsamen Sprache aller Beteiligten. Sie dokumentieren die eingespeisten und entnommenen Gasmengen, liefern belastbare Daten für die spätere Abrechnung und geben den Betreiberfamilien jederzeit Sicherheit über den Zustand ihres gemeinsamen Netzes. Wo mehrere Betriebe gemeinsam wirtschaften, entsteht Vertrauen nicht durch Annahmen – sondern durch nachvollziehbare Daten.

Wenn aus Planung Wirklichkeit wird

Bevor das Gesamtsystem seinen Betrieb aufnehmen kann, wird jede einzelne Messstelle sorgfältig in Betrieb genommen.

Unser Servicetechniker prüft die installierten AwiFLEX XL-Systeme direkt vor Ort, kalibriert die Sensorik, kontrolliert die Kommunikation mit der Anlagensteuerung und begleitet die ersten Messungen. Schritt für Schritt wird überprüft, ob alle Module des AwiFLEX so zusammenarbeiten, wie sie geplant wurden. Erst wenn sämtliche Messwerte plausibel sind und jede Messstelle zuverlässig arbeitet, gehen unsere Gasanalysesysteme in den Regelbetrieb.

Gerade bei einem Projekt dieser Größenordnung zeigt sich, wie wichtig die letzten Prozent bis zur fertigen Anlage sind. Denn ein gemeinsames Gasnetz funktioniert nur dann reibungslos, wenn jedes Detail stimmt.

Ein Blick nach vorn

Von der ersten Idee bis zur Umsetzung vergingen ca. 5 Jahre. Heute entsteht in Reken ein Projekt, das beispielhaft zeigt, wie sich bestehende Biogasanlagen weiterentwickeln können, ohne ihre bisherigen Stärken aufzugeben.

Die flexible Stromerzeugung bleibt ein wichtiger Bestandteil dieses Konzepts. Gleichzeitig schafft die gemeinsame Biomethanaufbereitung neue Perspektiven für die Zukunft. Weitere Betriebe könnten das Rohgasnetz künftig ergänzen – die ersten Überlegungen dazu gibt es bereits.

Für uns ist das Projekt vor allem ein Beispiel dafür, was entsteht, wenn Menschen bereit sind, gemeinsam neue Wege zu gehen. Unsere Awite-Messtechnik liefert dafür die notwendige Transparenz, doch den eigentlichen Erfolg machen die Menschen aus, die hinter diesem Projekt stehen. Sieben Familien, die ihre Erfahrung bündeln, Verantwortung teilen und gemeinsam in die Zukunft investieren.

Wir bedanken uns für das Vertrauen, das wir als Partner bei diesem besonderen Projekt begleiten dürfen, und wünschen allen Beteiligten viel Erfolg für die kommenden Jahre – und natürlich jederzeit gutes Gas.

Grüezi, apex!

Seit Anfang April dürfen wir die apex AG als neuen Vertriebs- und Servicepartner in der Schweiz begrüßen und wir freuen uns sehr über diese Zusammenarbeit!

Mit über 30 Jahren Erfahrung in den Bereichen CNG-, Biogas- und Wasserstofftechnik bringt die apex AG jede Menge Know-how mit. Das Unternehmen steht für zuverlässigen Service, technische Kompetenz und eine enge Betreuung seiner Kunden. Das sind beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Partnerschaft.

Damit der Start von Anfang an gelingt, war das apex-Team bereits bei uns in Niederhummel zu Gast. Während einer mehrtägigen Produktschulung konnten unsere neuen Partner unsere Messsysteme, Produkte und Abläufe kennenlernen. Neben jeder Menge Fachwissen blieb auch Zeit für den persönlichen Austausch.

Für unsere Kunden in der Schweiz bedeutet die Zusammenarbeit vor allem eines: noch kürzere Wege. Mit einem erfahrenen Ansprechpartner direkt vor Ort können Serviceeinsätze schneller umgesetzt, Fragen unkompliziert beantwortet und Projekte noch effizienter begleitet werden.

Wir freuen uns, mit der apex AG einen starken Partner an unserer Seite zu haben, und bedanken uns für den gelungenen Start sowie die bereits jetzt hervorragende Zusammenarbeit. Wir sind gespannt auf viele gemeinsame Projekte – herzlich willkommen im AWITE-Netzwerk!

Sommerfest mit der ganzen Familie – Gemeinsam feiern, gemeinsam genießen

Bei bestem Sommerwetter durften wir auch in diesem Jahr unser traditionelles Sommerfest gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie ihren Familien feiern. Es war ein rundum gelungener Tag, geprägt von guter Stimmung, persönlichen Gesprächen und vielen schönen gemeinsamen Momenten.

Für unsere kleinen Gäste sorgte eine Hüpfburg für Spiel, Spaß und jede Menge Bewegung. Die Erwachsenen nutzten die Gelegenheit, sich bei einem frisch gezapften Fassbier in entspannter Atmosphäre auszutauschen. Für die passende musikalische Begleitung ein DJ, der mit einer abwechslungsreichen Auswahl an Musik für eine ausgelassene Stimmung sorgte.

Ein besonderes Highlight war erneut unser abwechslungsreiches Buffet. Mit viel Engagement und Kreativität brachten zahlreiche Kolleginnen und Kollegen selbst zubereitete Speisen mit und sorgten so für eine beeindruckende Vielfalt an herzhaften und süßen Köstlichkeiten. Ein herzliches Dankeschön an alle, die mit ihren Beiträgen zum Gelingen dieses Festes beigetragen haben.

Großes Interesse weckte außerdem die Produktionsführung. Familienangehörige erhielten spannende Einblicke in unsere Fertigung und konnten sich vor Ort ein Bild von unseren Prozessen, Technologien und der täglichen Arbeit bei Awite machen.

Ein Zeichen gelebter Verbundenheit

Der starke Zusammenhalt, der unser Sommerfest geprägt hat, zeigt sich auch in der langjährigen Verbundenheit vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit unserem Unternehmen.

Bettina, Steve und Bernd feierten bereits Anfang des Jahres ihr 10-jähriges Firmenjubiläum. Im August folgt ein weiterer besonderer Meilenstein: Tobi blickt auf 20 Jahre Unternehmenszugehörigkeit zurück.

Langjährige Mitarbeitende sind ein wesentlicher Bestandteil unseres Unternehmenserfolgs. Mit ihrer Erfahrung, ihrem Engagement und ihrer Verbundenheit prägen sie unsere Unternehmenskultur nachhaltig und leisten einen wertvollen Beitrag für die Zukunft unseres Unternehmens. Für diese langjährige Treue und ihren täglichen Einsatz möchten wir uns herzlich bedanken und freuen uns auf viele weitere gemeinsame Jahre.